Philosphie

              In meiner beraterischen Arbeit orientiere ich mich an Lehrerinnen und Lehrern, die mich durch ihre Theorien und zum Teil durch persönliche Begleitung inspiriert und ausgebildet haben.

Hilarion Petzold, der Begründer der Integrativen Therapie, der in seinem Konzept der Ko-existenz die heilsame Kraft des Beziehungsgeschehens ins Zentrum rückt, den Menschen als Körper-Seele-Geist-Wesen in seiner Ganzheit erfasst und ihn durch ein vielfältiges Methodenrepertoire in seinen verschiedenen Lebensbezügen zu erreichen und zu erfassen sucht. Ziel dieses Verfahrens ist die Förderung von Gesundheit und die Persönlichkeitsentfaltung.

Fritz Perls, der mit seiner Gestalttherapie eine radikale Kehrtwende von der problemzentrierten, eher kognitiv ausgerichteten Psychoanalyse hin zum Raum der spontanen Aktion, zur Heilung im Hier und Jetzt vollzieht und der mit seinen teilweise konfrontativen und provokativen Interventionen die therapeutische Welt überrascht.

Carl Rogers, der davon ausgeht, dass es im Menschen eine Grundtendenz zur Erfüllung der ihm innewohnenden Möglichkeiten gibt, der das Erleben von Gefühlen, die Steigerung von Kongruenz und die veränderte Wahrnehmung der eigenen Person ins Zentrum rückt, und der als heilenden Wirkfaktor der Therapie die Haltung von Wertschätzung und Empathie postuliert.

Sigmund Freud, der mit seiner genialen Erfindung des Unbewussten und seinem Drei-Instanzen-Modell (Es-Ich-Über-Ich) eine fantastische Grundlage liefert für das Verständnis des Menschen und seiner unbewussten Motive.

Ruth Cohn, die mit der Erfindung der themenzentrierten Interaktion eines der wesentlichsten und durchschlagendsten Instrumente für die Arbeit mit Gruppen liefert, und die durch ihre persönliche Ausstrahlung und ihre Achtung vor den Menschen, mit denen sie arbeitet, besticht.

Steve de Shazer, der mit seiner konsequenten Lösungsorientierung, dem Wechsel der Blickrichtung weg vom Problem hin zur Lösung, einen revolutionären „Dreh“ in der Beratung schafft und bei dem an Stelle des Rückblicks auf Vergangenheit die Vision von Zukunft und die Weckung einer Sehnsucht danach tritt.

Und nicht zuletzt Rosemarie Widmer, Sozialtherapeutin, bei der ich meine ersten Schritte in der Gruppentherapie tun durfte, wo ich ein Stück nachreifen konnte, wohlwollend aufgenommen und in meiner Persönlichkeit meinem Wesen gemäss gefördert wurde. Sie ist meine therapeutische Mutter, strahlendes Vorbild und ihr gilt mein tiefster Dank.